Ein Paradies für Raritäten
Seit 40 Jahren ist die Baumschule Decker in Fußach erfolgreich im Geschäft.
Fußach. Knapp 800.000 Pflanzen haben derzeit auf dem 2,5 Hektar großen Areal ein vorübergehendes Zuhause gefunden. „Die auch jedes Jahr umgetopft werden“, fügt Inhaber Richard Decker hinzu. Einige bleiben nur ein Jahr, andere bis zu 20 Jahren. Die Baumschule Decker in Fußach hat sich auf Gehölz, Rosen, Heckenpflanzen und Obstbäume spezialisiert. Vor allem Letztere würden enorm nachgefragt: „Die Leute wollen das Obst wieder im eigenen Garten ernten“, bemerkt der Experte. Dabei setzt Decker auf zahlreiche alte Sorten, die resistent gegen Krankheiten sind. Daneben finden sich seltene Exemplare wie japanische Ahornpflanzen, Heptacodium, Kaki- oder Seidenbäume. Und jedes Jahr kommen einige Neuentdeckungen hinzu. „Wir haben viele Raritäten, die man nur bei uns bekommt“, ist Decker stolz.
Seit 40 Jahren
Begonnen hat alles am 1. September 1971, 300 Meter vom heutigen Standort entfernt. „Dort waren anfangs nur zwei Meter hohe Brennnesseln“, erinnert sich Margret Decker zurück. Bald konnte jedoch das jetzige Gelände – das in den vergangenen 40 Jahren zu einer regelrechten Oase geworden ist – gepachtet werden. Teiche, kleine Bächlein, Brücken und natürlich jede Menge duftender und blühender Pflanzen säumen heute die Baumschule. Diese werden als Jungpflanzen angekauft und solange gepflegt, bis Decker das Gefühl hat, „dass sie optimal sind. Alles andere bleibt da“, nennt er eines der Erfolgsgeheimnisse.
Eigene Erde
Von denen haben sich in all den Jahren zahlreiche etabliert. So verfügt Decker über eine eigens konzipierte Bewässerungstechnik, mit der die Pflanzen von unten getränkt werden. Und die selbst kreierte Erde aus Weiß- und Schwarztorf sowie gemahlenem Holz – die übrigens auch vor Ort erworben werden kann – tut ihr Übriges dazu. Von Erfolg scheint auch die Lehrlingsausbildung gekrönt. Fünf Nachwuchskräfte haben sich bereits als Gartengestalter selbstständig gemacht, „doch die sind keineswegs zu Konkurrenten geworden, sondern kaufen die Pflanzen bei uns ein.“
(VN/Reiner)