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Natur pur bei Ländlefutter
Dioxin- und Gentechnikfrei: Ländlefutter setzt auf regionale Wertschöpfung.
Der Dioxin-Skandal in Futtermitteln erschüttert derzeit Deutschland die VN berichteten. Ein Umstand, den auch Ländlefutter in Dornbirn zumindest indirekt zu spüren bekommt sind doch die Nachfragen besorgter Kunden deutlich gestiegen. Geschäftsführer Bernd Hagen kann jedoch beruhigen. Wir setzen gar keine Fettsäuremischungen ein, nur Sojaöl. Das ist effektiv wie Salatöl, das in jedem Geschäft gekauft werden kann. Unsere Kunden können daher gut schlafen.
Grundsätzlich sei man darum bemüht, die behördlich festgelegten Grenzen nicht auszuschöpfen. So könne Ländlefutter mit Stolz behaupten, absolut gentechnikfreie Produkte herzustellen. Der offizielle Grenzwert dafür liegt bei 0,9 Prozent, im Dornbirner Unternehmen habe man für sich selbst einen Wert von 0,1 Prozent festgelegt. Es komplett auszuschließen, ist unmöglich. Einmal auf den Markt gekommen, kriegt man das nicht mehr weg, erklärt Hagen.
Das Unternehmen beliefert in einem Radius von rund 100 Kilometern insgesamt 1600 Kunden mit Futter für Rinder, Schweine, Geflügel, Schafe, Pferde, Wild und Kaninchen. Alles ohne tierische Komponenten, wir sind vegetarisch unterwegs, betont der Geschäftsführer. 25.000 Tonnen Futter werden so jährlich hergestellt und an Voll-, Nebenerwerbs- sowie Hobby-Bauern verkauft. 75 Prozent der rund 200 unterschiedlichen Futtermittel werden in Vorarlberg verkauft, die restlichen 25 Prozent gehen ins benachbarte Ausland.
50 Prozent Marktanteil
Ländlefutter sei sehr darum bemüht, die höchsten Hygienestandards zu erfüllen. So werde das Futter etwa druckthermisch behandelt und damit für drei Sekunden zum Kochen gebracht. Der Vorteil: Das Futter wird dadurch nahezu keimfrei, ist für die Tiere deutlich besser zu verdauen und dadurch sowohl für den Bauern als auch die Umwelt von Vorteil. Neben dem Export nach Deutschland und die Schweiz soll auch der Vorarlberger Markt weiter erobert werden. Derzeit halte das Unternehmen einen Marktanteil von 50 Prozent. Da ist noch Potenzial vorhanden, so Hagen.